Deutscher Logistik- und Industrieimmobilienmarkt zum Halbjahr mit erfreulicher Bilanz






JLL

Stark durch ausländisches Kapital geprägt

 

Bereits die ersten drei Monate waren ein gelungener Einstieg in das deutsche Logistik-Investmentjahr 2019. Im zweiten Quartal wurde mit 1,45 Mrd. Euro noch einmal ein höheres Transaktionsvolumen erzielt. Das damit erreichte Halbjahresergebnis von knapp 2,8 Mrd. Euro bewegt sich auf dem Niveau des Vorjahres und des Fünfjahresschnitts. „Wie stark sich die Assetklasse in den letzten zehn Jahren entwickelt hat und mittlerweile ein fester Bestandteil in den Anlagestrategien unterschiedlichster Investoren ist, zeigt die Höhe des Kapitals, das zum Halbjahr 2009 in den Logistik- und Industrieimmobilienmarkt geflossen war: 235 Mio. Euro. Der Halbjahresdurchschnitt der letzten zehn Jahre wird 2019 um bemerkenswerte 62 Prozent übertroffen”, so Timo Tschammler, CEO JLL Germany.

 

Der Anteil von Logistik- und Industrieimmobilen am gesamten Transaktionsvolumen (32,2 Mrd. Euro) bilanziert nach den ersten sechs Monaten bei neun Prozent.

 

Sechs Transaktionen im dreistelligen Millionenbereich und damit zwei mehr als im Vorjahreszeitraum summierten sich in den ersten sechs Monaten 2019 auf 1,06 Mrd. Euro. Allerdings waren die aktuellen Abschlüsse im Durchschnitt mit 176 Mio. Euro deutlich kleiner als 2018 (306 Mio. Euro) und trugen damit 38 Prozent zum gesamten Logistik-Transaktionsvolumen bei (H1 2018: 43%). Die mit ca. 355 Mio. Euro im laufenden Jahr größte Transaktion wurde im zweiten Quartal abgeschlossen, der Kauf von drei deutschen Big-Box-Lagern mit 340.000 m² durch ein Joint Venture von Green Oak und Apeiron. Der Verkäufer, ein Multi Family Office, kam aus Dubai. Die größte Einzeltransaktion war der Verkauf einer ECE-Projektentwicklung im fränkischen Ansbach für Hermes mit ca. 120 Millionen.

 

Im MidCap-Segment, Investments bis zu einer Einzelgröße von 15 Mio. Euro, wurde im Verlauf des ersten Halbjahres mit 79 Transaktionen ein Volumen von 540 Mio. Euro erzielt, deutlich mehr als ein Jahr zuvor (H 2018: 360 Mio. Euro; bei 66 Transaktionen). „Immer mehr Investoren sind bereit, im Logistik- und Industriesektor in kleinvolumigere Objekte zu investieren. Das trifft genau die Bedürfnisse des Mittelstands, vermehrt stille Reserven aus seinen Betriebsimmobilien zu heben. Sale und Lease Backs in diesem Bereich sind vermehrt zu registrieren“, sagt Timo Tschammler.

 

„Da sich im Markt bemerkenswerte Core Portfolien wie das Maple Portfolio oder das Noth Portfolio der Union Investment oder auch größere Einzeltransaktionen befinden, die, getrieben durch E-Commerce-Nutzer, die Spitzenrendite weiter unter Druck setzen, geht JLL 2019 nach wie vor von einem Ergebnis auf hohem Niveau aus -  7,5 Mrd. Euro könnten es werden. Aufgrund des hohen Nachfragedrucks sind die Spitzenrenditen weiter gesunken. Sie haben binnen eines Jahres um 35 Basispunkte nachgegeben und liegen Ende Juni bei 3,9 Prozent. Damit bewegt sich die Spitzenrendite im Logistik-Segment erstmals in der Geschichte unter der Vier-Prozent-Marke. Vor allem das internationale Kapital ist bereit, tief die Tasche zu greifen”, so Tschammler.

 

Der Logistikinvestmentmarkt in Deutschland ist denn auch unverändert stark durch ausländisches Kapital geprägt. Der Anteil ausländischer Investoren erreichte im ersten Halbjahr 55 Prozent, deutlich mehr als im Durchschnitt über alle Assetklassen (34%).

 

Timo Tschammler abschließend: „Spannend zu verfolgen ist die Marktentwicklung von gut gelegenen Industriegrundstücken vor allem in ehemaligen städtischen Randlagen, die Jahrzehnte lang industriell genutzt wurden und immer noch werden. Industrieunternehmen sind sich oft überhaupt nicht bewusst, welche Werte in ihren Büchern schlummern. Denn Städte sind in vielen Fällen bereit, das Baurecht für eine höherwertige Nutzung im Sinne einer aktiven Stadtentwicklung zu verändern. Ein Beispiel ist die Umnutzung eines insgesamt 150.000 m² umfassenden Industriegrundstücks in Düsseldorf-Benrath zu einem Wohn- und Gewerbeimmobilienkomplex durch den neuen Eigentümer - Projektname Benrather Gärten. Outokumpu, den Verkäufer des ehemaligen Kaltwalzwerks, ein internationales Edelstahlunternehmen mit Hauptsitz in Helsinki, hatte JLL beraten.“

 

Grafik: JLL
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Quelle: Jones Lang LaSalle SE, Bildquelle: Adobe Stock

 

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