Ein Hoch auf den Brückentag






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Zuerst einmal: Herzlichen Glückwunsch! Denn wenn Sie das hier lesen, gehören Sie wahrscheinlich auch zur arbeitenden Bevölkerung, die sich an diesem Freitag, dem Tag nach dem 3. Oktober, in ganz Deutschland wahrscheinlich auf ein Minimum reduziert haben wird. Erfahrungsgemäß sind die deutschen Büros heute nur minimal besetzt, einige Arbeitnehmer hätten sicherlich auch lieber ein langes Wochenende gemacht, statt sich heute früh aus dem Bett zu quälen nach dem Feiertag. Ich allerdings gehe unheimlich gerne an solchen Tagen arbeiten. Und das hat gute Gründe.

 

Leere Straßen, schneller am Kaffee

 

Zugegeben, als heute früh 5:30 Uhr mein Wecker klingelte, bin auch ich nicht freudestrahlend aus dem Bett gesprungen und singend und hüpfend ins Bad marschiert. Auch der Blick aus dem Fenster offenbarte nichts als Dunkelheit. Ich schien der einzige Depp zu sein, der heute arbeiten geht. Das Gute daran wurde mir aber kurze Zeit später schon wieder bewusst: Es war nichts los auf den Straßen und auch beim Blick in die gähnendleeren Straßenbahnen wurde deutlich: der Brückentag hat schon seinen ersten positiven Punkt bekommen.

 

Im Büro herrscht heute natürlich ein ähnliches Bild, wie in den öffentlichen Verkehrsmitteln: 90 Prozent der Stühle sind unbesetzt. Man sieht vor dem inneren Auge die Strohballen durch die Flure wehen, einige Kollegen reden sogar schon von einer Zombie-Apokalypse. So schlimm ist es natürlich nicht, sondern eben einfach nur Brückentag. Und dieser sorgt nicht nur für leere Büros, sondern auch für leere Küchen. Was bedeutet: Keine Staus an den Kaffeemaschinen. Dieser Faktor müsste meiner Meinung nach gleich 1,5 Punkte auf der Pro-Brückentag-Liste einbringen.

 

Geteiltes Leid ist halbes Leid

 

Und noch etwas, was ich heute ganz besonders mag: Trifft man doch mal einen Kollegen, entsteht sofort ein Gefühl von Zusammenhalt. Man spürt es richtig, wie der andere beim Guten Morgen sagen denkt „Mensch, die Corinna auch hier. Ist ja nett.“ Es werden gemeinsame Pläne fürs Mittagsessen geschmiedet, schließlich muss man in solchen Situationen zusammenhalten. Und was durch die fehlenden Kollegen natürlich auch drastisch abnimmt, sind mögliche Ablenkungen oder kurzfristige Anfragen. Ein perfekter Tag also, um endlich Liegengebliebenes wegzuarbeiten oder in Ruhe mit einem neuen Projekt anfangen zu können. Und mit der Aussicht auf das baldige Wochenende ist der Motivationsschub gleich noch ein bisschen größer.

 

Der Handel dürfte sich über einen solchen Brückentag natürlich auch freuen. Denn viele nutzen den freien Tag zum Shoppen, manch einer fängt vielleicht sogar schon mit der Planung für die Weihnachtsgeschenke an. Für Händler bedeutet so ein Brückentag also vielleicht sogar mehr Arbeit, lässt dafür aber auch die Kassen klingeln.

 

Wenn Sie also das nächste Mal beim Kampf um den Urlaub an einem Brückentag den Kürzeren ziehen, ärgern Sie sich nicht, sondern freuen sich auf einen Tag ohne Stau auf der Straße oder an der Kaffeemaschine.

 

 

Geschrieben von Corinna Flemming
Dieser Artikel wurde zuerst auf dem Portal Onlinehändler-news.de veröffentlicht.

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