KEP-Studie 2020: Neue Rekorde bei Sendungsmengen und Umsatz, Coronakrise untermauert Systemrelevanz der Branche






BIEK

Die KEP-Branche konnte im vergangenen Jahr neue Rekordwerte aufstellen. Trotz der Coronakrise wird sich das Wachstum der Sendungsmengen aber wohl auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Das geht aus der KEP-Studie 2020 hervor.

 

12 Millionen Sendungen täglich

 

Im Jahr 2019 ging das Sendungsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent auf 3,65 Mrd. Paket-, Express- und Kuriersendungen nach oben. Damit nahmen die Zuwachsraten zwar leicht ab, dennoch stellt der Wert eine neue Bestmarke dar, wie der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK) in seiner KEP-Studie 2020 aufzeigt. Pro Zustelltag werden somit in ganz Deutschland rund sieben Millionen Empfänger mit mehr als 12 Millionen Sendungen beliefert, davon sind zwei Millionen Kunden gewerblich.

 

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KEP-Studie 2020, Quelle: BIEK

 

Einen starken Anstieg gab es auch bei den B2C-Sendungen. Diese nahmen 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,6 Prozent zu, B2B-Sendungen gingen hingegen um 2,8 Prozent zurück.

 

Stabiler Durchschnittserlös von Sendungen

 

Auch die Umsätze der KEP-Branche konnten im vergangenen Jahr an Zuwachs gewinnen. Insgesamt wurden 21,4 Mrd. Euro erwirtschaftet, was eine Umsatzsteigerung von 4,4 Prozent bedeutet. Verglichen mit dem Jahr 2000 haben sich die KEP-Umsätze mehr als verdoppelt (+112 Prozent). Der Durchschnittserlös pro Sendung lag bei 5,83 Euro und befand sich damit auf einem stabilen Niveau (2018: 5,80 Euro).

 

Noch immer kann allerdings keine adäquate Zahlungsbereitschaft der Kunden nachgewiesen werden, trotz „den immer weiter verbesserten Leistungen der KEP-Dienstleister, etwa in den Bereichen Netzausbau, innovative Zustellung und Investitionen in Fahrzeuge“, wie die Studienautoren des BIEK in der Analyse schreiben. „Insbesondere im B2C-Segment sind Kunden in Deutschland nach wie vor wenig bereit, für alternative Lieferoptionen zu zahlen.“

 

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KEP-Studie 2020, Quelle: BIEK

 

KEP-Dienste beweisen sich in der Krise

 

Einen besonderes Fokus hat der BIEK in der aktuellen KEP-Studie 2020 auch auf die Auswirkungen der Coronakrise gelegt. Der Markt wurde durch die Pandemie erheblich getroffen, so erreichten die B2C-Sendungen im April das Niveau der Vorweihnachtszeit. Auf der anderen Seite ist durch die heruntergefahrene Wirtschaft ein deutlicher Rückgang des B2B-Sendungsvolumens zu erwarten. Es wurde während der Krise allerdings auch deutlich, dass die KEP-Branche systemrelevant ist. „Die Corona-Krise zeigt, dass auf die KEP-Dienste Verlass ist. Mehr noch: Sie sind unerlässlich für die sichere Versorgung im Land und damit systemrelevant. Das gilt für Krankenhäuser und Labore genauso wie für Endverbraucher und die Wirtschaft insgesamt“, betont Marten Bosselmann, Vorsitzender des BIEK einer Pressemeldung des Verbandes.

 

Besonders im Bereich der Express- und Kuriersendungen sind durch die Pandemie allerdings Rückgänge der Mengen zu erwarten. Gründe dafür sind laut dem BIEK Produktionsausfälle, weniger Kaufkraft und Konsumneigung, unterbrochene Lieferketten, Verzögerungen bei Grenzkontrollen sowie Engpässe bei Luftfrachtkapazitäten.

 

Wie sich das KEP-Sendungsvolumen bis 2024 entwickelt wird, lässt sich aufgrund der Coronakrise nicht genau sagen. Der BIEK geht aber von einem weiteren Wachstum aus. Wie hoch dieses sein wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Der Verband hat deshalb verschiedene Szenarien skizziert.

 

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KEP-Studie 2020, Quelle: BIEK

 

Die vollständige KEP-Studie 2020 kann an dieser Stelle heruntergeladen werden.

 

 

Geschrieben von Corinna Flemming
Dieser Artikel wurde zuerst auf dem Portal Logistik-Watchblog.de veröffentlicht.

Bildquelle: Bundesverband Paket und Expresslogistik e. V. (BIEK) und Adobe Stock

 

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