E-Commerce lässt Logistik boomen






Jones Lang LaSalle Inc.

  • 4 Mio. m² zusätzlicher Flächenbedarf bis Ende 2023
  • „Letzte Meile“ bleibt Herausforderung

 

Logistik boomt. 2020 markierte das nach 2018 zweitstärkste Jahr in Deutschland überhaupt: der steigende Bedarf von Handelsunternehmen und E-Commerce-Anbietern hat das Umsatzvolumen auf knapp 7 Mio. m² getrieben. Besonders großflächige Lagerhallen ab einer Größe von 10.000 m² stehen dabei im Fokus. So lag der Vermietungsumsatz dieser Größenklasse 2020 bei über 5,2 Mio. m², damit 28 Prozent über dem Schnitt der letzten 10 Jahre.

 

Neben Amazon waren es weitere große Handelsunternehmen wie Rewe, EDEKA oder Lidl, die ihre Lagerbestände jenseits der 10.000-Marke deutlich aufgestockt haben. Der Anteil von Handel und E-Commerce lag 2020 mit 41 Prozent deutlich über dem 10-Jahres-Schnitt (2010-2019: 32%). Mehr als ein Drittel des Umsatzvolumens allein der letzten 3 Jahre mit insgesamt 5,1 Mio. m² entfällt auf diese Sektoren.

 

„Der Hunger auf Logistikflächen bleibt auch 2021 groß. Das Umsatzvolumen wird insgesamt voraussichtlich erneut an die 7-Mio.-m²-Marke heranreichen. Und die Nachfrage nach großflächigen Lagerhallen über 10.000 m² dürfte das Vorjahr noch übertreffen“, so Frank Weber, Head of Industrial Leasing JLL Germany. Und weiter: „Mit jedem Euro mehr an Ausgaben für den Online-Handel wächst auch dessen Flächenbedarf. Bis 2023 dürfte für diese Branche ein jährliches Wachstum von rund 9 Prozent zu Buche schlagen. Allein daraus ergibt sich für die nächsten drei Jahre ein zusätzlicher Logistikflächenbedarf in Deutschland von 4 Mio. m².“

 

Bild: Jones Lang LaSalle Inc.

 

Helge Scheunemann, Head of Research JLL Germany, kommentiert: „Durch den Flächenmangel werden besonders Brownfield-Entwicklungen künftig deutlich stärker in den Fokus rücken. Ein Dilemma für die Städte, denn einerseits sind sie auf funktionierende Lieferketten inklusive der letzten Meile angewiesen, andererseits steht die Genehmigung von neuen Logistikflächen im planerischen Wettbewerb mit anderen Nutzungsarten wie Büro oder Wohnen. Vor diesem Hintergrund wird sich die Logistikflächen-Nachfrage weiter ausdifferenzieren. Einerseits wird die City-Logistik den Bedarf von kleineren innerstädtischen Flächen anheizen – gegebenenfalls auch im Mix mit anderen Nutzungsarten. Andererseits werden weiterhin großflächige Verteil-Kapazitäten an den Rändern der Städte benötigt. Gerade die ‚Last Mile Delivery‘ bleibt eine Herausforderung, über 50 Prozent aller Lieferkosten entfallen darauf. Das durch die Pandemie ausgelöste Wachstum im E-Commerce-Bereich erhöht zusätzlich den Druck, dafür alternative, nachhaltige und effiziente Möglichkeiten zu entwickeln. Besondere Bedeutung in Bezug auf die logistischen Flächenbedarfe kommt dabei der Automatisierung zu. Mit dem Einsatz von intelligenten Systemen und Robotertechnik können die internen Prozesse so gesteuert werden, dass die Produktionseffizienz pro Quadratmeter steigt und damit zukünftig kleinere Logistikhallen benötigt werden.“

 

Quelle: Jones Lang LaSalle Inc., Bildquelle: Jones Lang LaSalle Inc. und Adobe Stock

 

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